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Tauchen auf den Malediven

Die Strömung in den Gewässern der Malediven ist berühmt-berüchtigt. Sie war der Grund dafür, dass die Händler früher im Gebiet der Inseln extrem vorsichtig waren. Die meisten Schiffe fuhren, wenn sie dort nichts zu suchen hatten, nördlich oder südlich an den Malediven vorbei. Andere heuerten Lotsen an, die ihnen den Weg durch dieses Labyrinth von Riffen und Strömungen wiesen.

Die Strömung beeinträchtigt auch das Tauchen. Die naheliegende Lösung und ideale Zeit zum Tauchen ist während des Gezeitenwechsels. Es ist jedoch durchaus möglich, dass die Strömung während des Wechsels stärker ist als die zuvor herrschende Ebbe- oder Flutströmung.

Durch das komplexe Zusammenspiel der herrschenden Monsunwinde, den damit verbundenen Meeresströmungen und den Gezeiten können der Zeitpunkt und die Stelle, an der die Strömungen auftreten, stark voneinander abweichen.

Die Meeresströmungen kommen aus derselben Richtung wie die zu diesem Zeitpunkt herrschenden Monsunwinde. In der Zeit von Mitte Mai bis Mitte November aus Südwest und von Mitte November bis Mitte Mai aus dem Nordosten. Hinzu kommt noch der Einfluss der Gezeiten, der bei Vollmond und Neumond einen großen Gezeitenunterschied (mit entsprechender Strömung) verursacht, während er bei Halbmond nur geringfügig ist. Alle Meeres- und Gezeitenströmungen bestimmen die örtlich herrschende Strömung. Wenn diese zwei Faktoren einander hemmen, kann es passieren, dass fast keine Strömung herrscht, während es sechs Stunden später, wenn die Flut kentert und beide Faktoren übereinstimmen, heftig ziehen kann – es wurden Strömungsgeschwindigkeiten von 4 Knoten gemessen!

In der Zeit des Südwestmonsuns wird sich das meiste Plankton an der Ostseite der Atolle befinden, dort wo das organische Material aus den Atollen herausgespült wird. An der Westseite wird man dann hauptsächlich helles sauberes Meereswasser finden. Während der Nordostmonsune verhält es sich genau andersrum. An den Stellen, an denen sich das Plankton befindet, sind dann auch die großen Planktonfresser wie Mantas und in geringerem Maße Walhaie zu finden.

Unser tägliches Tauchprogramm besteht aus drei Tauchgängen, die alle auf Top-Plätzen stattfinden und hauptsächlich auf der Suche nach den Spuren der ‚großen Meeresbewohner‘ stattfinden. Deshalb sind die Aussichten, um Mantas und Haien zu begegnen, sehr gut. In den letzten Jahren haben wir diese Tiere auf allen Safaris zu Gesicht bekommen. Das gilt auch für Walhaie, die auf allen zweiwöchigen Safaris gesichtet wurden. Wir tauchen auf Thilas (kleine, meistens runde Riffe, die sich aus dem Atollboden erheben), in Kandus, (Kanäle, durch die das Meereswasser in die Atolle rein- und wieder herausfließt) und auf Farus (Riffe). Wir machen auch Wrack-, Nacht- und Drifttauchgänge. Im Idealfall wird das Tauchen langsam aufgebaut, wobei zu Beginn der Safari auf verhältnismäßig geschützten Plätzen getaucht wird, damit sich die Taucher an die Strömung gewöhnen können. Angesichts der Tauchplätze und Gezeiten ist dies jedoch nicht immer möglich.

Taucher, die an unseren Safaris teilnehmen möchten, müssen mindestens im Besitz eines Advanced Open Water- oder gleichwertigen Fortgeschrittenen-Zertifikats einer international anerkannten Ausbildungsorganisation sein, minimal 50 geloggte Tauchgange nachweisen können und eine gute Kondition haben. Wir empfehlen allen Teilnehmern, sich vor Reiseantritt einer ärztlichen Tauchtauglichkeitsuntersuchung zu unterziehen.

Damit Sie sich ein Bild davon machen können, was wir unter einer sehr starken Strömung verstehen, haben wir hier einen kurzen Film eingestellt, der im Oktober 2010 bei einem Tauchgang auf Kandooma Thila gemacht wurde.

Starke Strömung

Da die Strömung sehr stark sein kann, muss eine Deko-Boje mitgeführt werden. Das ist eine Markierungsboje, die ein Taucher bei einem Sicherheitsstopp aufsteigen lässt, damit die Besatzung des Dhonis (das Boot, von dem aus getaucht wird) sehen kann, wo sich die Taucher befinden und wo sie diese einsammeln kann.

Im Gegensatz zu vielen anderen Tauchzielen ist hier das Tragen von Handschuhen sehr zu empfehlen, damit Sie sich bei sehr starker Strömung an den Felsen – nicht an den Korallen! – festhalten können.

Das Mitführen eines Tauchcomputers ist ebenfalls Pflicht. Ein Tauchgang dauert aus Sicherheitsgründen (starke Strömung) und wegen der Tauchplanung maximal eine Stunde. Zwischen den Tauchgängen muss das Boot ja auch zum nächsten Tauchplatz fahren.

Außer einem ausgiebigen Frühstück wird auch ein warmer Lunch serviert. Abends gibt es dann ein Dinner, das aus mehreren Gängen besteht. Zwischen den Tauchgängen besteht die Möglichkeit, um Inseln zu besuchen oder zu angeln.

 

 

 

 
 
 

Manta